Zum Inhalt springen
ExcelGastro
Kalkulation

Excel-Vorlage für Energiekosten pro Gericht

Excel-Vorlage zur Zuordnung von Energieverbrauch und Energiekosten je Produktionslauf und Gericht – mit Tarifen, Portionswerten und Warnstatus.

Veröffentlicht am

Excel-Vorlage herunterladen

Diese Excel-Arbeitsmappe ordnet Energieverbrauch und Energiekosten einzelnen Produktionsläufen und Gerichten zu. Sie eignet sich für Küchen- und Betriebsverantwortliche, die Leistung, Laufzeit, Auslastung, gemessenen Verbrauch und Portionszahlen strukturiert dokumentieren möchten.

Aus den Eingaben entstehen Energiekosten, Kosten und Energie je Portion sowie zusammengefasste Kennzahlen nach Gerichtskategorie. Die hinterlegten Tarife und Warnschwellen sind fiktive Modellwerte und müssen vor einer betrieblichen Nutzung geprüft oder ersetzt werden.

Wobei diese Vorlage unterstützt

  • Ordnen Sie Energieverbrauch und Kosten nachvollziehbar einem Produktionslauf und einem Gericht zu.
  • Ermitteln Sie portionsbezogene Werte für den Vergleich unterschiedlich großer Chargen.
  • Vergleichen Sie die erfassten Energiekosten nach Hauptgericht, Beilage, Backware, Dessert und Vorbereitung.
  • Erkennen Sie fehlende Angaben und auffällige Werte über einen berechneten Warnstatus.

Inhalt der Arbeitsmappe

Vier Tabellenblätter für Übersicht, Produktionsläufe, Parameter und Nutzungshinweise.100 vorbereitete Erfassungszeilen mit Eingabeprüfungen für Datum, Portionen, Leistung, Laufzeit, Auslastung und Verbrauch.Formelbasierte Auswahl zwischen manuellem und berechnetem Verbrauch sowie Zuordnung des Tarifs nach Energieträger.Übersicht mit Datumsbereich, Summen, gewichteten Portionswerten, Warnstatus-Auswertung und Diagramm nach Kategorie.

So beginnen Sie

Prüfen Sie Tarife und Schwellenwerte

Öffnen Sie zuerst „Parameter“. Ersetzen Sie die fiktiven Tarife, kontrollieren Sie den Auswertungsstichtag und legen Sie betriebsbezogene Tarife und Schwellenwerte fest. Prüfen Sie außerdem die Listen für Kategorien, Zuständigkeiten und Geräte.

Erfassen Sie den Produktionslauf

Tragen Sie unter „Produktionsläufe“ Lauf-ID, Datum, Gericht, Kategorie, Zuständigkeit, Portionen, Gerät und Energieträger ein. Geben Sie entweder einen manuell ermittelten Verbrauch an oder erfassen Sie Leistung, Laufzeit und Auslastungsfaktor für die rechnerische Schätzung.

Kontrollieren Sie Ergebnis und Warnstatus

Prüfen Sie den verwendeten Verbrauch, den zugeordneten Tarif, die Energiekosten und die beiden Portionswerte. Der Warnstatus weist unter anderem auf fehlende Angaben, einen fehlenden Tarif oder überschrittene Prüfgrenzen hin. Überschreiben Sie die berechneten Felder nicht.

Werten Sie die Übersicht aus

Vergleichen Sie Gesamtportionen, verwendete Energie, Gesamtkosten und gewichtete Portionswerte. Ordnen Sie Auffälligkeiten anschließend den einzelnen Produktionsläufen zu, statt nur die Gesamtsumme zu betrachten.

Aufbau und Arbeitsablauf der Kalkulation

Im Blatt „Produktionsläufe“ steht eine Zeile pro Produktionslauf. Zuerst wird der Lauf organisatorisch über ID, Datum, Gericht, Kategorie und Zuständigkeit beschrieben. Danach folgen Portionszahl, Gerät, Energieträger und die Angaben zum Verbrauch. Eine Notiz kann Annahmen oder Besonderheiten des Laufs festhalten.

Für den Energieverbrauch gibt es zwei Wege: Sie tragen einen gemessenen oder anderweitig ermittelten Wert in „Verbrauch manuell kWh“ ein, oder die Datei schätzt den Verbrauch aus Leistung, Laufzeit und Auslastungsfaktor. Anschließend werden Tarif, Energiekosten, Kosten je Portion, Energie je Portion und Warnstatus berechnet.

Die „Übersicht“ verdichtet alle ausgefüllten Zeilen. Sie zeigt den frühesten und letzten Produktionstag, die Anzahl der Läufe, Gesamtportionen, verwendete Kilowattstunden und Energiekosten. Zusätzlich werden Kosten und Portionen den fünf vorbereiteten Kategorien zugeordnet; ein Diagramm stellt deren Energiekosten gegenüber.

So werden Verbrauch und Kosten berechnet

Der geschätzte Verbrauch entsteht aus Geräteleistung mal Laufzeit in Stunden mal Auslastungsfaktor. Der Faktor bildet die Annahme ab, dass ein Gerät während der gesamten Laufzeit nicht zwingend mit voller Nennleistung arbeitet. Fehlt eine dieser drei Angaben, bleibt der berechnete Verbrauch leer.

Ist „Verbrauch manuell kWh“ ausgefüllt, nutzt die Arbeitsmappe diesen Wert statt der Schätzung: Der manuelle Wert hat Vorrang. Der Energieträger wird anschließend per exakter Suche einem Tarif aus „Parameter“ zugeordnet. IFERROR unterdrückt dabei einen technischen Suchfehler; ein nicht gefundener Tarif erscheint als leeres Ergebnis und wird im Warnstatus kenntlich gemacht.

Die Energiekosten ergeben sich aus verwendetem Verbrauch mal Tarif. Für die Portionswerte werden Kosten beziehungsweise Kilowattstunden durch die erfassten Portionen geteilt. In der „Übersicht“ werden nicht einfach die Zeilenwerte gemittelt: Die gewichteten Kosten je Portion entstehen aus den gesamten Energiekosten geteilt durch alle Portionen. Dadurch wirken große und kleine Produktionsläufe entsprechend ihrer Portionszahl auf das Gesamtergebnis.

Praxisbeispiel: Linsentopf im Induktionskessel

Eingaben und Rechenweg

Hypothetisches Beispiel: Für den fiktiven Lauf FIK-2026-001 am 25.07.2026 sind ein Linsentopf als Hauptgericht, die Zuständigkeit „Fiktivteam Kupfer“, ein Induktionskessel, Strom und 80 Portionen erfasst. „Verbrauch manuell kWh“ bleibt leer. Aus 12,00 kW Leistung × 95 Minuten ÷ 60 × 0,75 Auslastungsfaktor entstehen deshalb 14,25 kWh berechneter und verwendeter Verbrauch. Mit dem fiktiven Stromtarif von 0,36 €/kWh ergeben sich 5,13 € Energiekosten. Auf die Portionszahl verteilt sind das rund 0,064 €/Portion und 0,178 kWh/Portion.

Ergebnis prüfen und einordnen

Die Kosten je Portion liegen unter der voreingestellten Warnschwelle von 0,20 €/Portion; auch der Energieeinsatz bleibt unter 1,00 kWh/Portion. Die erfasste Menge überschreitet die Kapazitätsgrenze von 500 Portionen nicht, und die Auslastung liegt über dem Mindestwert von 30,0 %. Bei den vollständig ausgefüllten Pflichtangaben lautet der Warnstatus daher „OK“. Für eine reale Entscheidung wären insbesondere Tarif, tatsächliche Leistungsaufnahme und Abgrenzung des gemessenen Verbrauchs zu prüfen.

Tarife, Listen und Prüfgrenzen anpassen

Die Seite „Parameter“ enthält veränderbare Modellannahmen. Die voreingestellten Tarife betragen 0,36 €/kWh für Strom, 0,13 €/kWh für Erdgas und 0,18 €/kWh für Fernwärme. Diese Werte sind keine Tarifzusage. Tragen Sie vor der Nutzung die für Ihren Abrechnungszeitraum und Ihre Kostenabgrenzung passenden Werte ein.

  • Ändern Sie die Warnschwellen für Kosten und Energie je Portion entsprechend Ihrer internen Prüflogik.
  • Setzen Sie die Kapazitätsgrenze als betriebliche Auffälligkeitsgrenze ein, nicht als technische Bemessung eines Geräts.
  • Passen Sie den Mindest-Auslastungsfaktor an, wenn niedrig ausgelastete Produktionsläufe gesondert geprüft werden sollen.
  • Aktualisieren Sie den Auswertungsstichtag; voreingestellt ist der 08.09.2026.

Die Eingabeprüfungen begrenzen Produktionsdaten auf den Zeitraum 01.01.2025 bis 31.12.2027, Portionen auf 1 bis 100.000, Leistung auf 0,01 bis 500 kW, Laufzeit auf 1 bis 1.440 Minuten und den Auslastungsfaktor auf 0,01 bis 1,00. Beim Ersetzen vorhandener Listenwerte bleiben die vorbereiteten Auswahlfelder nutzbar. Wenn Sie zusätzliche Kategorien, Energieträger, Zuständigkeiten oder Geräte ergänzen, müssen gegebenenfalls auch Hilfsbereiche, Auswahllisten und die Kategorienamen in der „Übersicht“ erweitert werden.

Häufige Fehler erkennen und sicher korrigieren

Bleiben Verbrauch und Kosten leer, obwohl ein Lauf begonnen wurde, fehlen meistens Ausgangsdaten. Prüfen Sie, ob entweder „Verbrauch manuell kWh“ ausgefüllt ist oder Leistung, Laufzeit und Auslastungsfaktor vollständig vorliegen. Kontrollieren Sie danach Energieträger und Portionszahl. Sobald die erforderlichen Angaben vorhanden sind, erscheinen die abhängigen Ergebnisse.

Der Warnstatus „Tarif fehlt“ bedeutet, dass zum eingetragenen Energieträger kein exakter Tarif gefunden wurde. Wählen Sie den Energieträger aus der vorbereiteten Liste oder ergänzen Sie den Tarif und passen Sie bei einer Listenerweiterung den Suchbereich an. Danach sollten Tarif und Energiekosten berechnet werden.

Bei „Kapazität prüfen“ liegt die Portionszahl über der aktuell eingestellten betrieblichen Prüfgrenze. Suchen Sie zuerst nach einer zusätzlichen Null oder einer falsch zusammengefassten Chargenmenge. Ist die Eingabe korrekt, vergleichen Sie die Grenze mit Ihrer eigenen Betriebsdefinition und ändern Sie nicht bloß den Status. Nach einer sachlich begründeten Korrektur wird der Lauf neu eingeordnet.

Wirken die Kosten unplausibel, obwohl Leistung und Laufzeit stimmen, prüfen Sie das Feld für den manuellen Verbrauch. Ein dort eingetragener Wert überschreibt immer die rechnerische Schätzung. Entfernen Sie ihn nur, wenn er versehentlich eingetragen wurde; handelt es sich um einen Messwert, prüfen Sie stattdessen Messzeitraum, Einheit und Tarif. Bei hohen Portionswerten sollte außerdem kontrolliert werden, ob die Portionszahl vollständig ist, bevor Warnschwellen verändert werden.

Vergleich mit leerem Tabellenblatt und manueller Liste

Die Arbeitsmappe verbindet eine festgelegte Erfassungsfolge mit Formeln, Eingabeprüfungen und einer zusammengefassten Auswertung. Ein leeres Tabellenblatt oder eine manuelle Liste kann dennoch geeigneter sein, wenn Ihre Verbrauchszuordnung deutlich anders aufgebaut ist.

Excel-Datei, leeres Tabellenblatt und manuelle Liste im Vergleich
KriteriumVorbereitete Excel-DateiLeeres TabellenblattManuelle Liste
Start und StrukturFelder für Lauf, Gericht, Energieangaben und Ergebnisse sind vorbereitet.Felder, Einheiten und Reihenfolge werden vollständig selbst festgelegt.Einträge lassen sich frei notieren, sind aber weniger einheitlich.
BerechnungVerbrauch, Tarif, Kosten und Portionswerte werden über hinterlegte Formeln verknüpft.Eigene Formeln und Zuordnungsregeln können passend zum Betrieb aufgebaut werden.Berechnungen erfolgen einzeln oder außerhalb der Liste.
KontrolleAuswahllisten, Zahlenbereiche und Warnstatus unterstützen die Eingabeprüfung.Kontrollen sind frei gestaltbar, müssen jedoch erst eingerichtet werden.Die Prüfung hängt von der manuellen Durchsicht ab.
AuswertungSummen, gewichtete Portionswerte, Kategorien und ein Diagramm sind vorhanden.Eigene Berichte und abweichende Kategorien sind ohne vorbereitete Grenzen möglich.Für wenige Fälle bleibt die Übersicht direkt, bei vielen Einträgen steigt der Auswertungsaufwand.

Die vorbereitete Struktur ist passend, wenn wiederkehrende Produktionsläufe nach derselben Logik verglichen werden sollen. Ein leeres Tabellenblatt ist geeigneter, wenn mehrere Gerichte aus einem gemeinsamen Energieverbrauch nach einer eigenen Verteilungsregel kalkuliert werden. Für wenige Einzelbeobachtungen ohne fortlaufende Portionsauswertung kann eine manuelle Liste ausreichen.

Grenzen der Arbeitsmappe

Die Datei ist ein periodisches Kalkulationshilfsmittel. Sie übernimmt keine Messwerte, aktualisiert keine Tarife und synchronisiert sich nicht mit Zählern, Rechnungen oder anderen Betriebssystemen. Änderungen werden erst berücksichtigt, wenn Sie die betreffenden Werte selbst eintragen und die Arbeitsmappe neu berechnen lassen.

Der rechnerische Verbrauch ist eine Modellschätzung aus Nennleistung, Laufzeit und Auslastungsfaktor. Anfahrphasen, Stand-by-Verbrauch, wechselnde Leistungsstufen und gemeinsam genutzte Geräte werden nicht gesondert modelliert. Ein manueller Verbrauch kann einen Messwert abbilden, seine Herkunft oder Messqualität wird von der Datei jedoch nicht geprüft.

Die Energiekosten umfassen den verwendeten Verbrauch multipliziert mit dem eingetragenen Arbeitspreis. Grundpreise, Leistungspreise, Steuern oder weitere Abrechnungskomponenten werden nicht separat geführt. Die Vorlage ersetzt daher weder eine Energierechnung noch eine vollständige Gerichtskalkulation mit Zutaten-, Personal- und Gemeinkosten.

Vorbereitet sind 100 Produktionszeilen und fünf Kategorien in der Übersicht. Der Auswertungsstichtag wird angezeigt, filtert die Läufe aber nicht nach Datum; die Summen beziehen sich auf alle ausgefüllten Zeilen im vorbereiteten Bereich. Zusätzliche Zeilen, neue Kategorien oder andere Verteilungslogiken erfordern eine kontrollierte Erweiterung von Formeln, Prüfungen und Auswertung.

Häufige Fragen

Kann ich einen gemessenen Verbrauch statt der Schätzung verwenden?

Ja. Tragen Sie den Messwert in „Verbrauch manuell kWh“ ein. Dieser Wert wird als verwendeter Verbrauch übernommen und hat Vorrang vor der Berechnung aus Leistung, Laufzeit und Auslastungsfaktor. Achten Sie darauf, dass Messzeitraum und Produktionslauf dieselbe Abgrenzung haben.

Sind die hinterlegten Energietarife direkt nutzbar?

Nein. Die Tarife sind ausdrücklich fiktive Modellwerte. Ersetzen Sie sie durch betriebsbezogene Werte und legen Sie fest, welche Preisbestandteile in den Betrag je Kilowattstunde einfließen sollen. Separate Grund- oder Leistungspreise berechnet die Datei nicht.

Wie behandle ich einen gemeinsamen Lauf für mehrere Gerichte?

Die Vorlage ordnet jeder Zeile genau ein Gericht zu und teilt einen gemeinsamen Verbrauch nicht automatisch auf. Für mehrere Gerichte benötigen Sie eine nachvollziehbare Verteilungsregel und getrennte Zeilen. Prüfen Sie dabei, dass der Gesamtverbrauch nicht mehrfach angesetzt wird.

Kann ich eigene Kategorien und Geräte ergänzen?

Vorhandene Bezeichnungen können im Blatt „Parameter“ ersetzt werden. Bei zusätzlichen Einträgen über die vorbereiteten Listen hinaus müssen auch die zugehörigen Hilfs- und Auswahlbereiche angepasst werden. Neue Kategorien erscheinen außerdem erst dann korrekt in der Kategorieauswertung, wenn deren Bezeichnungen dort ebenfalls aktualisiert wurden.

Was ist bei mehr als 100 Produktionsläufen zu beachten?

Formeln, Eingabeprüfungen und Warnregeln sind für 100 Datenzeilen vorbereitet. Eine Erweiterung erfordert die kontrollierte Übernahme dieser Bestandteile sowie eine Prüfung der Summen- und Diagrammbereiche. Alternativ können getrennte Arbeitsmappen für klar abgegrenzte Zeiträume geführt werden.